Auf dieser Seite finden Sie Informationen zum Projekt Charrette(verfahren). Wenn Sie per Mail informiert werden möchten, schreiben Sie bitte eine Mail mit dem Betreff "Info" an charrette@urbanitas.eu

Charrette(verfahren) - BürgerInnen planen ihre Stadt
am Beispiel der Konversionsfläche Güterbahnhof Grunewald

Veranstalter: Bildungswerk Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung (BIW)
Koordination: Florian Schmidt und Johannes Wätzmann
Durchführung: AK nachhaltige Stadtentwicklung im BIW und URBANITAS Berlin Barcelona
Kooperationspartner: TU-Berlin Fb. Städtebau und Urbanisierung, Bürgerinitiative zwischen den Gleisen, Belius GmbH, KAPOK, Initiative Stadt Neudenken, Think Berl!n

Realisiert aus Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie

In Zusammenarbeit mit dem Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf
Finanziert aus Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie

Zur Dokumentation des Charetteverfahrens HIER

Termine:

Projekt-PRESSESPIEGEL:
- "In Grunewald streckte Krieger die Waffen", TAZ am 27.12.2013 LINK
- "Wohnidyll statt Möbelhaus - Siedeln auf der Brache: Anwohner sollen mitreden", Berliner Woche am 16.12.2013 LINK
- "Stadtentwicklung in Charlottenburg-Wilmersdorf - Güterbahnhof Grunewald soll zur Wohnsiedlung werden", Tagesspiegel am 11.12.2013 LINK
- "Wie weiter am Güterbahnhof Grunewald?" Abendschau des RBB am 10.11.2013 LINK

Um was geht´s?
Am Beispiel des 14 Hektar großen ehemaligen Güterbahnhofs Grunewald in Charlottenburg-Wilmersdorf wurde von September bis Dezember 2013 ein Dialogprozess durchgeführt, der sowohl die realen Möglichkeiten dieses Standortes offen legte, als auch als stadtweites Bildungsprojekt neue Formen der dialogischen Prozessgestaltung bei städtebaulichen Entwicklungsprojekten zur Diskussion stellte.

Ziel war es, BürgerInnen ohne Expertenwissen, klassische und kreative Akteure der Berliner Stadtentwicklung in einen aktiven Dialog auf Augenhöhe zusammen zu bringen.

In einem modellhaften Dialog- und Entscheidungsprozess wurden die Komplexität verschiedener Bedürfnisse und Gestaltungsansätze beispielhaft ausgehandelt. Die sehr konkrete Arbeit am Beispiel des Konversionsgebiets Güterbahnhof Grunewald wurde gerahmt von einer Debatte über die Möglichkeiten der Verbesserung von Dialog- und Beteiligungsstrukturen in der Berliner Stadtentwicklungspolitik.

Methodisch orientierte sich das Verfahren an der Charrette-Methode (franz.: Karren) und wurde von einem erfahrenen Moderator geleitet. Ziel eines Charrette-Verfahrens ist es, in kürzester Zeit zu einem konsensfähigen und umsetzbaren Ergebnis zu kommen.

Charrettes kommen üblicherweise zum Einsatz, wenn Umsetzungsdruck besteht und ein einziges Konsens-Ergebnis das Ziel ist. Da beim „Charrette (-Verfahren) Grunewald“ kein solcher Umsetzungsdruck besteht, sondern der Bildungscharakter im Vordergrund steht, können konsensfähige Varianten das Ergebnis sein. Güterbahnhof Grunewald

Die "KernCHARRETTE", der Höhepunkt des Projektes
Höhepunkt des Projektes war die sog. KernCHARRETTE die vom 29.11. bis 1.12. stattfindet. Vorher wurden im September und Oktober vier vorbereitende Fachgespräche/-workshops durchgeführt. Bei der KernCHARRETTE werden während drei Tagen BürgerInnnen, ExpertInnen, potentielle NutzerInnen, Verwaltung und Politik und viele andere Interessierte gemeinsam ein Standortkonzept für den ehemaligen Güterbahnhof Grundwald erarbeiten.

Ablauf der KernCHARRETTE – Planungswerkstatt
Veranstaltungsort: BVV-Saal im Rathaus, Charlottenburg (3. OG), Otto-Suhr-Alle 100, 10585 Berlin

1. Tag: 29.11.2013
10 Uhr Besichtigung des Areals (Treffpunkt siehe Ablaufplan)
14 Uhr Aufarbeitung der Ergebnisse der vorbereitenden Fachworkshops
19 Uhr Forum – Definition der Ausgangslage (Einstig für Werktätige)
mit Elfi Jantzen (Stadträtin für Jugend und Umwelt Charlottenburg-Wilmersdorf)

2. Tag: 30.11.2013
10-19 Uhr Planungstische, 19 Uhr Forum – Diskussion von Zwischenergebnissen

3. Tag: 1.12.2013
10-17 Uhr Planungstische, 17 Uhr Forum – Abschlussdebatte + Ergebnispräsentation
mit Marc Schulte (Stadtrat für Stadtentwicklung Charlottenburg-Wilmersdorf)

Detaillierter Ablaufplan unter www.urbanitas.eu/charrette/ablauf.pdf
Moderation: Thies Schröder (ts|pk thies schröder planungskommunikation)

Die dreitägige Planungswerkstatt war ein Arbeitsprozess gleichberechtigter Teilnehmer. Sie hatte das Ziel eine Grundlage zu schaffen, auf der die Bezirksverordnetenversammlung Charlottenburg-Wilmersdorf städtebauliche Planungsziele festsetzen kann.

Kurt Krieger, der Eigentümer des Areals hat das ehemalige Bahngelände gekauft, um auf diesem zwei Möbelmärkte errichten. Aufgrund mangelnder Zustimmung auf allen Ebenen (Senat, Bezirk, Nachbarschaft) zog Krieger dieses Vorhaben zurück.

Damit der Bezirk eine klare und auch vor überraschenden Bauanfragen schützende städtebauliche Haltung zu dem Areal gewinnt, hatte die Bürgerinitiative „Zwischen den Gleisen“ dem AK Stadtentwicklung des Bildungswerk Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung vorgeschlagen einen innovativen Beteiligungsprozess durchzuführen.

Ziel des AK Stadtentwicklung war es, im Sinne politischer Bildung, partizipative Planungsmethoden lebendig zu vermitteln und Themen der Stadtentwicklung zu diskutieren.


Leerstehende denkmalgeschützte Gebäude auf dem 14 Hektar großen Areal


Auszug aus dem Flächennutzungsplan. Lila = Aussenbereich. Es besteht kein Bebaunugsrecht


Im September und Oktober wurde Fachgespräche zur Vorbereitung der KernCHARRETTE durchgeführt


Beim 3. vorbereitenden Fachgespräch zum Thema "Wer investiert in die Stadt" reifte die Erkenntnis, dass es zunächst guter Ideen und Konzpete bedarf, bevor sich Inverstoren hinzu gesellen (sollten).


Einige Rahmenbedingungen des Areals sind: begrenzte Erschließung, Emissionen der AVUS, Klimaschneisenfunktion, denkmalgeschützte Gebäude


Der Güterbahnhof Grunewald liegt verkehrsgünstig direkt am S-Bahn-Ring und in unmittelbarer Nähe zur Messe/ICC und zum Kurfürstendamm